TSV überwintert auf Platz Zwei

TSV 1878 Schlieben – SC Spremberg 1896 0:0 (0:0)

Keine Tore, aber dafür dennoch ein hochinteressantes und gutklassiges Spitzenspiel sahen die Fans und Zuschauer am vergangenen Samstag in der Steigemühle, als mit dem SC Spremberg der Ligaprimus der Landesklasse Süd zu Gast war. Im Gegensatz zur Vorwoche musste Trainer M. Urban lediglich den verletzten J. Wolfsteller ersetzen, für den der zuvor gelbgesperrte T. Lenke wieder in die Startelf rückte. Im Angriff wurde D. Höhne von M. Fitzke ersetzt und so konnte der TSV seine derzeit beste Elf aufbieten. Auch der Gast aus Spremberg reiste mit vollem Kader an und demzufolge herrschten beste Bedingungen für dieses Spiel um die Herbstmeisterschaft.

Und die Partie begann wie erwartet, denn ein vorsichtiges Abtasten gab es nicht und von Beginn an suchten beide Teams ihr Glück in der Offensive.  So war es R. Dehne, der auf Seiten der Gastgeber das erste Mal den Gästekeeper prüfte (9. Min.). Sein Schuss war allerdings zu zentral und R. Kaubitzsch parierte sicher. Nach 25 Minuten jubelten die Heimfans dann erstmals auf, als Abwehrchef R. Weinert einen Kopfball nach einer Standardsituation auf das Tor brachte. Sein Abschluss sprang aber doch gegen den Pfosten und wurde dann sogar wegen einer Abseitsstellung abgepfiffen. Aber auch der SC war immer gefährlich, rotierte und beschäftigte die TSV-Defensive gut und hatte sogar die klareren Chancen. Ihre Stärken zeigten die Niederlausitzer vor allem bei Kontern, wodurch in der 27. Minute fast die Gästeführung fiel. Nach einem Ballverslust der Schwarz-Gelben im Mittelfeld ging es blitzschnell und P. Kern stand plötzlich allein vor A. Dehne im Tor der Schliebener. Doch letzterer parierte glänzend und hielt somit das Remis fest. Nun ging es Schlag auf Schlag und Chancen gab es im Minutentakt. Nachdem auf Seiten der Schwarz-Gelben abermals R. Dehne (34. Min.) den Gästekeeper prüfte, wurde nur eine Minute später P. Schneider mustergültig von M. Fitzke freigespielt. Schliebens Nr. 11 entschied sich aber für die falsche Ecke und sein Schuss wurde von R. Kaubitzsch klasse gehalten. Unmittelbar danach wurde es wieder im TSV-Strafraum gefährlich. Wieder war es P. Kern, der A. Dehne prüfte, und abermals scheiterte. Im folgenden Gewühl konnte R. Schwager den Ball noch von der Linie kratzen und klären. Kurz vor dem Pausentee hatte der TSV Glück, dass der Schiri-Assistent im mittlerweile einsetzenden Schneetreiben eine Abseitsstellung der Gäste sah und Schiri M. Hermann die gute Chance zurückpfiff. So blieb es bei der, trotz zahlreicher Chancen, torlosen ersten Hälfte.

In der zweiten Halbzeit erwischten die Spremberger dann den besseren Start und das Spielgeschehen fand fast ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber statt. Immer wieder versuchten die Gäste die Lücke in der TSV-Abwehr zu finden, doch die Defensive um R. Weinert und Kaptitän R. Priebe stand extrem sicher. Dennoch fanden die Hausherren keine Entlastung – die Bälle wurde meist lang geschlagen und fanden dann sofort den Weg zurück in die Hälfte der Schwarz-Gelben. Der SC hatte nun viel mehr Ballbesitz und schnürte die den TSV regelrecht ein. Chancen waren jedoch Mangelware. Die Hausherren konnten sich nur selten mit Kontern befreien und blieben somit weitestgehend ungefährlich. Doch in der 82. Minute ließ sich Raik Hermann nach einem weiten Einwurf der Schliebener zu einem Handspiel im Strafraum hinreißen. Schiri M. Hermann pfiff sofort und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Die TSV’ler hatten nun die große Chance auf den Lucky Punch und R. Weinert übernahm die Verantwortung für sein Team. Schwach geschossen setzte er den Ball allerdings über das Tor und somit blieb es weiter beim 0.0. Die Schliebener waren nun wachgerüttelt und gestalteten das Spiel wieder etwas ausgeglichener. Trotzdem sollten auch die Gäste ihre Chance auf den, im wahrsten Sinne des Wortes, Last-Minute-Sieg bekommen. Der eingewechselte N. Pultermann tauchte in der 91. Minute frei vor A. Dehne im 5-Meter-Raum auf, doch auch hier blieb der TSV-Schlussmann Sieger und der Unparteiische beendete das Spiel unmittelbar im Anschluss.

Die 105 zahlenden Zuschauer sahen sicher ein 0:0 der besseren Sorte, mit dem beide Teams vermutlich zufrieden sein können. Aufgrund der Spielausfälle der direkten Konkurrenten überwintert der TSV auf einem hervorragenden zweiten Tabellenplatz und die Gäste aus Spremberg sicherten sich mit dem Remis die Herbstmeisterschaft. Einen nicht außer Acht zu lassenden Rekord stellten die Schwarz-Gelben ebenfalls auf, denn im Kalenderjahr 2017 gab es keine Mannschaft, die den TSV auf heimischen Rasen schlagen konnte. Bevor es Ende Februar dann mit der Rückrunde weitergeht, steht für den TSV nun die Titeljagd beim Hallenmasters des FSV Brieske Senftenberg am 06.01.2018 an.

Für den TSV aktiv: A. Dehne – R. Weinert, T. Lenke, R. Schwager, R. Priebe – P. Schneider, M. Drößigk, R. Dehne, T. Meusel – M. Fitzke, M. Donath (D. Höhne)

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